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United Nations Office on Drugs and Crime in Wien


COMMISSION ON CRIME PREVENTION AND CRIMINAL JUSTICE (27th session)

Vienna, 14.05.2018-18.05.2018

Im Mai dieses Jahres (2018) konnte ich zum zweiten Mal an einer ELSA-Delegation teilnehmen. Da ich dieses Mal Head of Delegation war, musste ich mich im Vorfeld der Delegation mit ELSA International abstimmen und mich ein bisschen um die Gruppe kümmern. Am Sonntagmorgen kam ich dann endlich in Wien an. Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserem AirBnb, welches ich mir mit einer anderen Teilnehmerin der Delegation teilte, fuhr ich zurück in die Stadt um die restlichen Teilnehmer kennen zu lernen.

Am Montag trafen wir uns morgen alle vor dem VIC. Nachdem wir uns noch in der Kantine gestärkt hatten, begaben wir uns dann zu einem NGO Meeting, in dem wir über den Ablauf der Commission informiert wurden. Im Anschluss daran begann das Plenum. Da es für die NGOs jeweils nur einen Platz im großen Plenumssaal gab, musste ich zunächst alleine im Plenumssaal bleiben, während die anderen Mitglieder die Eröffnung der Konferenz live im Presseraum mitverfolgen mussten. Gleich zu Beginn der Sitzung gab es die erste große Überraschung, nämlich dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen, die norwegische Premierministerin und die österreichische Außenministerin am Nachtmittag im Plenum erscheinen würden. Bis zur Mittagspause um 12.00 Uhr blieb ich im Plenum und hörte mir die Eröffnungsstatements der Delegierten der Länder an. Der interessanteste Teil der Commission waren die Side Events, welche jeweils morgens vor Beginn der Sitzung und während der Mittagspausestattfanden. An diesem Montag besuchte ich zwei Side Events. Zuerst dass von der Pakistanischen Vertretung organisierte Side Event „Pakistan’s Action to Counter Terrorism“ und dann das Special Event: „Threat Posed by the use of internet an social media by terrorist groups: challenges and opportunities”. Den Nachtmittag verbrachten wir alle wieder im Plenum und warteten auf den Besuch des Generalsekretärs, welcher kurz vor Ende des Sitzungstages vorbeischauten.

Am Dienstagmorgen besuchte ich zunächst wieder den ganzen Vormittag das Plenum. Jedoch wurde dies immer langweiliger, da die Redner hier über allgemeine Aussagen nicht hinauskamen. In der Mittagspause besuchte ich dann das von der deutschen und südafrikanischen Vertretung organisierte Side Event zu den Nelson Mandela Rules. Da ich mit diesem Begriff nichts anfangen konnte, war ich gespannt, was mich hier erwarten würde.
Die Nelson Rules sind Mindestgrundsätze der Vereinten Nationen für die Behandlung der Gefangenen. Während des Side Events sprachen mehrere Weggefährten Nelson Mandelas sowie Fachleute über die Schwierigkeiten die der Anwendung und Kontrolle dieser Mindeststandards. Nach der Mittagspause begab ich mich das erste Mal in das COW (Committe of the Whole), hier wurden die Resolutionsentwürfe
diskutiert und so geändert, dass sie für alle gemeinsam tragbar waren. Die Veranstaltung war deutlich kleiner als das Plenum aber dafür viel konkreter. Gegen Ende des Nachmittags wechselte ich wieder in das Plenum, wo ich die letzten zwei Stunden bis zum Feierabend um 18:00 Uhr verbrachte.

Am Mittwochmorgen besuchte ich zunächst das von der französischen Regierung organisierte Side-
Event „Organized criminal groups and terrorists access to firearms: addressing firearms trafficking in
the context of organized crime and terrorism“. Danach ging ich wieder in die Commission of the whole und verfolgte die Diskussion über Antragsentwürfe. Schwierige Passagen, in denen man im COW keine Einigung erzielen konnte, werden in eine informelle Gesprächsrunde verschoben. Diese besuchte ich ebenfalls noch längere Zeit am Vormittag. In der Mittagspause nahm ich an einem von der irakischen Regierung organsierten Side-Event zum Thema „Accountability for crimes committed by ISIL in iraq: challenges and way forward“ teil. Den ganzen Nachmittag verfolgte ich dann wieder die Diskussionen in der Commission of the Whole.

Der Donnerstag begann mit einem Meeting mit dem Chair der Commission. Hier konnten alle  Vertreter der NGOs teilnehmen und dem Chair in einer entspannten Atmosphäre inhaltliche Fragen zur Arbeit der Commission stellen. Den Rest des Vormittags verbrachte ich wieder in der COW. In der Mittagspause folgte wieder in NGO-Meeting diesmal mit der Verwaltung der CCPCJ, hier konnte man Anmerkungen zu organisatorischen Sachen machen. Den ganzen Nachmittag verfolgte ich dann wieder die Diskussion der Commission of the whole. Ich verließ die Diskussion zu angesetzten Feierabendzeit um 18:00 Uhr, hörte aber am nächsten Tag, dass man noch weit in die Nacht getagt hatte um Kompromisse in den Resolutionsentwürfen zu finden.

Den ganzen Freitag verbrachten wir dann den ganzen Tag im Plenum. Zunächst wurden hier noch die letzten inhaltlichen Punkte besprochen, während ab dem Nachtmittag nur noch Danksagungen und Abschiedsworteauf dem Programm standen. Nach und nach verließen dann auch die Teilnehmer meiner Delegation das Plenum und machten sich auf den Nachhauseweg. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, blieb ich bis zum Ende.

Unsere Delegation war mit Teilnehmern aus Polen, Frankreich, Zypern und der Türkei super gemischt und es war wunderbar,alle die Personen kennengelernt zu haben. Für mich war die Delegation ein super Erlebnis, weshalb ich Zukunft auf jeden Fall versuchen werde Delegations vorort in meiner Lokalgruppe noch intensiver zu bewerben.

- Philipp Preiss, ELSA-Frankfurt (Oder) e.V.-