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World Intellectual Property Organization (WIPO) in Genf


WIPO‘s Intergovernmental Committee on Intellectual Property and Genetic Resources, Traditional Knowledge and Folklore (35th session)

Geneva, 19. März 2018 – 23. März 2018

Im März 2018 durfte ich die European Law Students Association bei der 35. Session des „WIPO Intergovernmental Committee on Intellectual Property and Genetic Resources, Traditional Knowledge and Folklore“ in Genf vertreten. Ich empfand es als große Ehre, dafür ausgewählt worden zu sein und war sehr gespannt. Schon der organisatorische Kontakt mit den anderen Delegierten im Vorfeld war interessant, da man sich ja gegenseitig nicht kannte und eine, mehr oder weniger, zufällig  zusammengewürfelte Truppe ist. Nachdem man sich um Unterkunft und An- und Abreise gekümmert hatte, wobei die Unterstützung von ELSA selbst ein dickes Lob verdient, wurde es dann schließlich ernst. Nach einer langen Busanreise kam ich Sonntagabend in Genf an und lernte die anderen Delegierten endlich persönlich kennen.

Der erste Tag der WIPO Session war, wie zu erwarten, rein organisatorischer Natur. So wurde nach ordnungsgemäßer Eröffnung und Ernennung des Chairman und der Ablauf erklärt. Hauptthema der Session war die Verhandlung über ein Abkommen, welches ein „Disclosure Requirement“ (Pflicht zur Offenlegung) in Bezug auf genetische Ressourcen und zugehörigem traditionellen Wissens bei der Patentanmeldung zum Inhalt hatte. So kompliziert sich die Themen zu Beginn der Delegation anhören, so lernt man doch im Verlauf davon sehr viel darüber und wird zum kleinen Fachmann. Es war äußerst aufschlussreich die Verhandlungen und den Ablauf eines UN Plenums zu sehen und so einen kleinen Einblick in die Arbeit einer UN Organisation zu erhaschen. Wenn man solchen Sitzungen beiwohnt und seinen Dolmetscher im Ohr hat, bekommt man eine Idee davon wie es sich anfühlt, ein Teil des großen internationalen Politikgeschehens zu sein.

Die Sitzungen sind natürlich nur eine Seite des großen Ganzen. Gemäß dem Motto „Nach der Arbeit kommt das Vergnügen“, stand der Nachmittag und Abend im Zeichen der touristischen Aktivitäten.

Neben Besuchen bei anderen UN Organisationen und im roten Kreuz Museum, aßen wir klassisch Käsefondue, fuhren mit dem Boot über den Genfer See und lernten auch andere Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern kennen. Wir trafen sogar eine andere Delegation die im selben Zeitraum dort war. Abends kochten wir meistens zusammen, was in Anbetracht der örtlichen Preise die günstigste Alternative war. Genf selbst habe ich als Bilderbuchstadt mit internationalem Flair kennen gelernt. Bei den hohen Preisen dreht man den  ein oder anderen Penny aber doch nochmal um. Da die Chemie in unserer Delegation absolut gestimmt hat, unternahmen wir eigentlich alles zusammen. Wir sahen also nicht nur die UN bei der Arbeit in diversen Facetten und lernten eine wunderschöne Stadt kennen, sondern nahmen auch großartige Erfahrungen und den ein oder anderen Freund mit.

- Markus Poschenrieder, ELSA München e.V. -